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Mathematik an der BTU Cottbus
1. Mathematik in der heutigen Zeit
Grundlagenforschung und ein hohes Niveau an wissenschaftlicher und technischer Ausbildung sind für den rohstoffarmen Industriestandort Deutschland lebensnotwendig. Die immer komplexer werdenden wissenschaftlichen und technologischen Probleme erfordern dabei immer engere Kooperation zwischen den einzelnen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen. Den Technischen Universitäten des Landes kommt folglich eine besondere Verantwortung im Hinblick auf Ausbildung und Forschung zu.
Interdisziplinäre Lehre und Forschung an einer Technischen Universität sind ohne die Einbindung der Grundlagenwissenschaften, insbesondere die der Mathematik nicht denkbar. Mathematik ist die Sprache der exakten Wissenschaften. Sie stellt somit die Verbindung zwischen den einzelnen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen her. Je komplexer und technisierter unsere Welt wird, desto mehr ist sie auf die ordnende Kraft der Mathematik für ihre Problemlösungen und ihre Weiterentwicklung angewiesen. Technische Ent-wicklungen werden in Zukunft mehr denn je vom Stand des Wissens in der Mathematik abhängen.
Die heutige Welt ist in außerordentlichem Maße von der Mathematik mitgeprägt. Die Steuerung von Raketen und Satelliten, die Computertomographie, die Entwicklung der Elektronik, moderne Produktionsanlagen und ihr optimaler Betrieb wären ohne die Leistungen der Mathematiker nicht möglich. Vor allem durch die Entwicklung immer leistungsfähigerer Rechenanlagen dringen mathematische Methoden in ständig neue Anwendungsbereiche vor. Zunehmende Bedeutung hat dabei die auf mathematischer Modellbildung basierende Computersimulation von Experimenten in den angewandten Wissenschaften, da diese wegen des steigenden Aufwands in vielen Bereichen immer teurer und damit unwirtschaftlicher werden.
Mit der wachsenden Vielfalt von mathematischen Anwendungen ändern sich auch die Ausbildung und beruflichen Einsatzmöglichkeiten von Mathematikern. So werden in Zukunft weniger, eng auf ein Forschungsgebiet festgelegte Spezialisten benötigt werden als vielmehr Mathematiker, die sich schnell auf neue Fragestellungen einstellen und im Team mit Kollegen anderer Disziplinen Probleme einer Lösung zuführen können. Die Aufgabe des Mathe-matikers dabei ist es, die Probleme in mathematische Modelle und Fragestellungen zu übersetzen, sie mit geeigneten mathematischen Methoden unter Zuhilfenahme von Computern zu lösen und die Resultate in der Sprache des Anwenders, z.B. graphisch, darzustellen.
Die universelle Bedeutung der Mathematik spiegelt sich auch in den vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten des Mathematikers wider, die insgesamt als sehr gut einzustufen sind. Wirtschaft und Industrie, Versicherungen und Banken sowie große Forschungsinstitute, Fachhochschulen und Universitäten stellen für die verschiedensten Aufgaben Mathematiker ein. Es ist ferner davon auszugehen, daß sich Mathematiker als Freiberufler im Rahmen von mathematischen Beratungsfirmen auf dem Arbeitsmarkt etablieren werden. Darüber hinaus werden Mathematiker häufig auch für fachfremde Positionen gesucht, da sie durch ihre Ausbildung in abstraktem Denken und Problemlösen in hohem Grad dazu befähigt sind, eine Aufgabe zu analysieren und die einzelnen Schritte herauszuarbeiten, die für ihre Lösung erforderlich sind.
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